Olympia - allgemeines

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Griechenland - Säulenallee in Olympia
Säulenallee im antiken Heiligtum Olympia

Das Heiligtum von Olympia war in der Zeit der Antike eines der größten griechischen Kulturzentren. Es befand sich in einem Tal des westlichen Peloponnes in der Region Elis. An diesem Ort trugen nach griechischer Mythologie bereits die Götter ihre sportlichen Wettkämpfe aus.

Später bauten hier die Menschen der Göttin Hera und dem Göttervater Zeus mächtige Tempel.
Das Heiligtum von Olympia beherbergte eines der sieben Weltwunder der Antike - die riesige aus Gold und Elfenbein bestehende Zeusstatue.

Einem Spruch des Orakels von Delphi folgend wurden die Spiele der Götter vermutlich im 8. Jahrhundert vor Christus von den Menschen übernommen.
Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahrtausend fanden hier ohne Unterbrechung im Abstand von vier Jahren die olympischen Spiele statt. Die ersten historisch belegten Spiele werden auf das Jahr 776 v. Chr. datiert. In diesem Jahr begann man mit der Aufzeichnung der Namen der Sieger. Es bildet damit den Beginn der Zeitrechnung nach Olympiaden.

Die olympischen Spiele schmiedeten die bis dahin zerstrittene griechische Welt zusammen und sorgten mit ihrem Ideal des edlen Wettkampfes für Einheit und Frieden.
Nach einer langen und wechselvollen Geschichte verbot im Jahre 394 Kaiser Theodosius die olympischen Spiele. Mit dem Einzug des Christentums galten die Spiele als "heidnisches Fest". Die Zeusstatue wurde nach Konstantinopel gebracht und das verlassene Heiligtum von fanatischen Anhängern der neuen Religion verwüstet.
Im Jahre 426 wurde auf Befehl des Kaisers Theodosius II. der Zeustempel niedergebrannt. Das Vernichtungswerk vollendeten zwei Erdbeben in den Jahren 522 und 551. Später begann Schwemmerde der nahegelegenen Flüsse, die Ruinen langsam zu bedecken, sie so zu verbergen und dadurch zu schützen.

Erste unstrukturierte Ausgrabungen in der antiken Ruinenstätte wurden im Jahre 1829 von französischen Archäologen durchgeführt. Diese brachten ihre Funde heimlich nach Paris in den Louvre, wo sie noch heute zu sehen sind.
Die bis heute andauernden systematischen Ausgrabungen begannen im Jahre 1875 durch das Deutsche Archäologische Institut.

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