Heraklion (Irakleion)

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Kreta - Heraklion - venezianische Festung am Hafen
Blick auf die im 16. Jahrhundert erbaute venezianische Festung am Hafeneingang von Heraklion • Foto: mm

Heraklion ist seit dem Jahre 1972 die Hauptstadt der Insel Kreta. In der Stadt wohnen mehr als 120.000 Einwohner. Damit ist dieser nach dem griechischen Helden Herakles benannte Ort die fünftgrößte Stadt in Griechenland.
Heraklion befindet sich an der Stelle, an welcher in der Antike der Hafen von Knossos lag.

Die Stadt wurde im 9. Jahrhundert von Arabern gegründet. Im Jahre 961 eroberte das byzantinische Heer die inzwischen stark befestigte Handelsmetropole. Von 1210 bis 1669 herrschten die Venezianer in Heraklion. Unter ihrer Herrschaft erlebte die Stadt einen großen wirtschaftlichen Aufschwung. Viele eindrucksvolle Gebäude, Kirchen, Festungsanlagen und Brunnen aus der Venezianerzeit sind noch heute erhalten und zu besichtigen.

Nach der Eroberung von Konstantinopel durch die Türken im Jahre 1453 wurde Heraklion zum Zufluchtsort für große Teile der intellektuellen, religiösen und politischen Elite des untergegangenen byzantinischen Reiches.
In der Folgezeit errichteten die Venezianer starke Befestigungsanlagen um die Stadt. Diese waren auch notwendig, denn von 1648 bis 1669 erfolgte eine 21jährige Belagerung Heraklions durch die Türken. Im Jahre 1669 gelang diesen schließlich die Eroberung der Stadt, die meisten Griechen mußten ihre Heimat verlassen. Die Kirchen wurden in Moscheen verwandelt und Heraklion zu einer orientalischen Stadt umgestaltet.

Seit dem Jahre 1913 gehört Heraklion wieder zu Griechenland. In den folgenden Jahren wurden viele Bauwerke der verhaßten Türken abgerissen. Große Zerstörungen mußte die Stadt außerdem im zweiten Weltkrieg durch die deutsche Luftwaffe erleiden. Um die historische Altstadt entstanden nach dem Abzug der Türken und nach dem zweiten Weltkrieg zahlreiche neue Stadtviertel mit schmucklosen Zweckbauten aus Beton.

Vor allem das historische Stadtzentrum präsentiert dem Besucher dennoch zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Zu den größten zählt u.a. der venezianische Morosini-Brunnen. Er ist das Wahrzeichen von Heraklion.
Ein Besuch lohnt sich auch im archäologischen Museum mit seinen Fundstücken aus mehreren Jahrtausenden - von der Steinzeit bis zur Ära der römischen Herrscher. Einen besonderen Glanzpunkt bilden dabei die Ausstellungsstücke aus Knossos.
Sehenswert sind außerdem der Hafen mit der im 16. Jahrhundert erbauten Festung Koules am Hafeneingang, die zahlreichen Kirchen sowie diverse weitere Museen und venezianische Brunnen.

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