Das Museum zur Geschichte der deutschen Teilung in Mödlareuth

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Es liegt fast am Ende der Welt, dieses Dorf Mödlareuth, und doch wurde es zu einem tragischen Symbol der deutschen Teilung. Die Amerikaner nannten es "Little Berlin", denn ebenso wie in der riesigen Stadt gab es in dem winzigen Dorf Mödlareuth seit 1966 eine Mauer aus Beton. Sie sah aus wie die Mauer in Berlin - 700 Meter lang, 3,30 Meter hoch, mit Wachtturm und nachts beleuchtet - nur der Check-Point fehlte. Erst am 17. Juni 1990 - dem damaligen Tag der deutschen Einheit - machte ein Bagger der Mauer in Mödlareuth ein Ende.

Den allermeisten Dörfern an der innerdeutschen Grenze blieb übrigens ein ähnliches Schicksal "erspart" - sie wurden, zumindest auf DDR-Seite, auf einem bis zu 5 Kilometer breiten "Todesstreifen" komplett dem Erdboden gleichgemacht.

Die Reste der Sperranlagen in Mödlareuth sind seit 1994 Museum. In diesem werden neben einer Veranschaulichung der Funktion der Grenzanlagen auch die geschichtlichen Zusammenhänge der deutschen Teilung erläutert. Das Museum hat sich als Ziel gesetzt, das gegenseitige Verständnis von "Ost-" und "West"-Deutschen zu fördern, um endlich auch die Mauer in den Köpfen einzureißen. Dies ist heute notwendiger denn je, denn die Erinnerung an die Schrecken der deutschen Teilung droht langsam zu verblassen.

Anfahrt:
über die A9 bis zum "Dreieck Bayerisches Vogtland"
von dort auf die A72 in Richtung Dresden - bis Ausfahrt Nr.3 (Töpen)

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