Die Insel Frauenchiemsee

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Die Insel Frauenchiemsee
Blick auf die Fraueninsel

Die Insel Frauenchiemsee - im Volksmund einfach nur "Fraueninsel" genannt - ist die nördlichste der drei großen Inseln im Chiemsee. Obwohl sie mit einer Fläche von etwa 15 Hektar deutlich kleiner ist als die "Herreninsel", haben hier erheblich mehr Menschen ihren ständigen Wohnsitz. Diese rund 300 Einwohner leben auf ihrem rund acht Meter über den Chiemsee hinausragenden Stück Land ohne Autoverkehr und sind durch Linienschiffe mit der Insel Herrenchiemsee und dem Festland verbunden.

Das Antlitz der Fraueninsel wird entscheidend von dem im Jahre 782 gegründeten Kloster Frauenwörth geprägt, welches etwa ein Drittel der gesamten Insel einnimmt. Die im 11. Jahrhundert erbaute Klosterkirche steht auf Fundamenten aus der Karolingerzeit. Der neben der Kirche freistehende 36 Meter hohe Glockenturm stammt ebenfalls aus dem 11. Jahrhundert. Dieses vermutlich einst als Wehr- und Fluchtturm errichtete Bauwerk mit seinen zwei Meter dicken Mauern ist heute eines der Wahrzeichen des Chiemgaus. Seine barocke Zwiebelhaube erhielt der "Campanile" im Jahre 1573.

Das Kloster Frauenwörth ist außerdem Wallfahrtsort für die Selige Irmengard - ihres Zeichens Schutzpatronin des Chiemgaus. Diese Urenkelin Karls des Großen war um das Jahr 850 die erste namentlich bekannte Äbtissin von Frauenwörth und wurde im Jahre 1928 durch Papst Pius XI. selig gesprochen.

Neben dem Benediktinerinnenkloster siedelten sich auf Frauenchiemsee ab den 1920er Jahren auch verschiedene Künstler an. Noch in unseren Tagen finden sich auf der Insel zahlreiche Hinweise auf diese Zeit.

Westlich von Frauenchiemsee wurde auf einer Untiefe eine kleine künstliche Insel errichtet, welche vom Ufer aus gut zu sehen ist. Zur Orientierung sowie zur besseren Sicht und Warnung für Bootsführer bepflanzte man sie mit einem Baum.

Frauenchiemsse wird ganzjährig und täglich mehrfach von fahrplanmäßig verkehrenden Schiffen der Chiemsee-Schiffahrt angelaufen. Zahlreiche Verbindungen gibt es nach Prien, Gstadt und zur Herreninsel sowie gelegentlich auch zu entfernteren Orten am Ufer des Chiemsees wie z.B. Seebruck und Chieming.

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